Category Archives: Norwegen 2014

Das dritte Semester meines Studium verbrachte ich in Evenstad, Norwegen. Hier möchte ich euch die Bilder, die dort entstanden, zeigen.

Seeadler

Seeadler haben mich schon als kleines Kind fasziniert. Daher kam gegen Ende meines Norwegen Aufenthaltes immer mehr der Wunsch auf, diese majestätischen Tiere in freier Wildbahn zu erleben und zu fotografieren. Viele fragen sich wohl beim Betrachten der Bilder, wie man dies denn nun anstellt. Man hat natürlich die Möglichkeit dies auf eigene Faust zu tun und einiges an Zeit zu investieren, um die Tiere zu beobachten, ihr Bewegungstmuster kennen zu lernen, um sie danach zu fotografieren. Das ist grundsätzlich auch meine bevorzugte Vorgehensweise bei der Tierfotografie, da man so sehr viel über die Tiere lernt. Je nach Tierart kann dies aber auch mal mehrere Jahre Zeit in Anspruch nehmen. Wenn man diese Zeit nicht investieren möchte oder kann, bleibt einem meistens nicht viel anderes übrig als sich einem lokalen Guide anzuschliessen, der diese Arbeit bereits über lange Zeit gemacht hat. Genau das habe ich bei den Seeadlern ausnahmsweise getan.

Begleitet von Möwen sind wir mit dem Boot zu den Seeadlern losgezogen. Auch wenn es schon fast Mittag war, kommt die Sonne zu dieser Jahreszeit nur sehr kurz über den Horizont.

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Bei diesem Licht war die Actionfotografie mit kurzen Verschlusszeiten eine echte Herausforderung. Solange noch kaum Licht vorhanden war, versuchte ich mit längeren Verschlusszeiten scharfe Bilder zu machen.

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Die tiefe Sonne zauberte wünderschöne Lichtreflektionen aufs Wasser.

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Seeadler mit Beute im Gegenlicht.

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Als die Sonne dann doch für eine kurze Zeit die Landschafft erhellte konnte ich mich endlich den klassischen Actionbildern widmen.

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Ein genialer Tag bei den Seeadlern!

Lofoten Teil 3

In meinem letzten Blogeintrag von der Reise zu den Lofoten möchte ich gar nicht allzu viele Worte verlieren, sondern Bilder sprechen lassen. Auch am letzten Tag auf den Lofoten konnte ich während dem besten Licht mehrere Spots besuchen. Es ist einfach grossartig, wenn man nicht nur ein kleines Zeitfenster mit schönem Licht hat, sondern mehrere Stunden.

Wunderbare Steinformationen als Vordergrund in Grimsøya.

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Blaue Stunde bei Rørvika.

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Und zu guter Letzt darf das Nordlicht natürlich nicht fehlen. Zwar nicht mehr auf den Lofoten, sondern auf den Vesterålen konnte ich folgende Nordlicht Bilder machen. Auch wenn wir das Nordlicht schon mehrmals auf unserer Reise miterleben durften, war es nie so stark wie hier. Einfach eine geniale letzte Nacht im hohen Norden.

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Lofoten Teil 2

Nach unserer erster Nacht auf den Lofoten ging es weiter um bei Dämmerungslicht, die Sonne kommt ja zu dieser Zeit auf den Lofoten nicht über den Horizont, verschiedene Orte zu besichtigen und zu fotografieren. Schnell verschlechterte sich die Wetterlage, was zu einer düsteren Stimmung führte. In einem ruhigen See spiegelte sich eine Berggruppe.

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Angekommen in Nusfjord herrschte eine unheimliche Stimmung. Kaum eine Spur im Schnee der frisch verschneiten Ortschaft, aber trotzdem knackte und knirschte es immer wieder aus irgendeiner Ecke. Als es dann auch noch anfing stark zu schneien war die gruselige Stimmung perfekt. Es wär wohl der perfekte Austragungsort für einen Horrorfilm gewesen.

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Als nächstes stand ein weiterer Strand auf dem Plan: Utakleiv. Was soll man zu dem Ort noch gross sagen, auch dieser Strand ist wieder sehr eindrücklich und bietet unzählige Fotomöglichkeiten.

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Lofoten Teil 1

Am Abend bin ich mit zwei Kollegen mit der Fähre von Bodø nach Moskenes gefahren und auf den stockdunklen Lofoten angekommen. Der erste Halt war Reine, wo wir die eindrückliche Kulisse der Lofoten nur erahnen konnten. Gerne hätte ich dort auch noch bei besserem Licht fotografiert, aber das hat leider nicht mehr in den Zeitplan gepasst. Also sind wir gleich noch weiter richtig Flakstad, der erste Spot und auch der Ort für die Übernachtung.

Nachdem wir uns erst mal eingerichtet hatten, haben sich die Wolken langsam etwas gelichtet und unsere Hoffnung auf Nordlichter stieg. Und es sollte auch nicht lange dauern, bis man das erste Nordlicht durch die Wolken hindurch sehen konnte. Da war die Kamera natürlich schnell geschnappt und los geht’s. Wenn auch nicht das stärkste Nordlicht, war die Kulisse und die Konstelation mit dem Mond einfach genial.

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Auch ein Panorama durfte dabei natürlich nicht fehlen.

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Noch lange konnten wir beim beinahe Vollmond fotografieren, hier mein Kollege beim Fotografieren.

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Als dann die Aktivität abzunehmen schien, habe ich mich im Auto erst mal etwas schlafen gelegt. Aber es dauerte nicht lange, bis mich mein Kollege rief und das Nordlicht wieder stärker wurde. Mit nur dem Minimum bekleidet bin ich also wieder raus aus dem warmen Schlafsack und konnte noch folgendes Bild festhalten. Durch ein Wolkenfenster kam das Nordlicht nochmals schön zur Geltung.

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Dann habe ich mich aber definitiv hingelegt, auch wenn ich nur schlecht schlafen konnte, da ja zu jeder Zeit das Nordlicht wieder stärker werden konnte. Aber die Wolken waren dann einfach zu dicht und ich konnte das Lichspektakel aus dem Auto heraus hinter den Wolken nur erahnen.

Als ich am Morgen aufgewacht bin, war das Auto und die komplette Landschaft leicht eingeschneit. Bevor ich diese Stimmung festhalten konnte, haben wir erst einmal einen heissen Tee bei unserem Camp gekocht.

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Dann aber nichts wie los. Die Kombination von Meer, Strand, Berge und Schnee ist schon sehr eindrücklich und ich konnte mich fotografisch nochmals austoben.

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Was für eine erste Nacht auf den Lofoten!

Herbstfarben und Formen

Immer wieder hört man vom goldenen Herbst in Norwegen. Die Farben der Birken, aber auch der kompletten Vegetation im Fjell sind sehr intensiv und typisch für diese Gegend. Auch wenn ich mich hauptsächlich auf Landschafts- oder Tieraufnahmen konzentriert habe, konnte ich doch noch ein par Detailaufnahmen machen. Diese Bilder möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

In einem See spiegelt sich die herbstliche Vegetation.

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Die Birken sind bunte Farbkleckse in einem Canyon.

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Auch der Nebel gehört natürlich zum Herbst.

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Das recht trockene Jahr macht sich bei diesem Pilz bemerkbar.

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Und zum Schluss noch eine Doppelbelichtungen aus Moor.

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Rondane

Bevor es wohl schon bald wieder in den Rondane Nationalpark geht, möchte ich euch hier noch drei Bilder von meinem letzten Ausflug zeigen. Im Norden des Rondane Nationalpark findet man mehrere schöne Seen und fotogene Berge. Daher möchte ich euch hier vom selben Berg drei verschiedene Bilder zeigen.

Das Wetter war in diesem Jahr sehr trocken und so haben viele Seen einiges weniger Wasser als in anderen Jahren. So ergeben sich Fotomöglichkeiten, die sonst nicht möglich wären.

Eine dramatische Stimmung am Abend in der blauen Stunde.

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Am Morgen an einem anderen See.

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Nochmals der selbe Spot wie beim ersten Bild mit einem ganz anderen Licht.

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Für mich immer wieder interessant zu sehen, wie eine andere Lichtsituation ein ganz anderes Bild ergibt.

Storulfossen

Bei meinem ersten Besuch im Rondane Nationalpark war mir gar nicht bewusst, dass sich unweit von meiner Route ein wunderschöner Wasserfall befindet. Also bin ich an den Spot zurückgekehrt, um an einem Abend und Morgen dort zu fotografieren. Nicht nur der Wasserfall selbst, sondern auch der ganze Bachlauf bietet viele schöne Motive.

Eine Birke im letzten Abendlicht ergänzt den Wasserfall.

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Weiches Licht in der Dämmerung.

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Die herbstlichen Farben im ersten Morgenlicht.

Rondane Rondane

Es ist immer wieder ein tolles Gefühl wenn bei kalten Temperaturen am Morgen die ersten Sonnenstrahlen die Landschft erwärmen.

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Kyrkja

Im Jotunheimen Nationalpark befindet sich das höchste Gebirge Norwegens und Skandinaviens. Die karge Gegend bietet auch fotografisch einige Leckerbissen. Bei der Recherche ist mir vorallem ein Berg sofort aufgefallen: Der Kyrkja. Der Name bedeutet Kirche, was wohl an seiner Form liegt. Mich hat die Form zwar eher an einen mystischen Berg aus einem Fantasy-Film erinnert, aber so oder so ist dieser ein super Fotomotiv.

An einem Abend und einem Morgen konnte ich mich bei dem Berg fotografisch austoben. Im letzten Abendlicht spiegelt sich der Berg in einem See.

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In der Dämmerung ist die Stimmung dann sofort dramatischer.

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Am Morgen wieder ein ganz anderes Licht.

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Moschusochsen

Bevor ich die Polarfüchse getroffen habe, hatte ich mehrere Gelegenheiten, die Moschusochsen zu fotografieren. Wie bereits erwartet, war es kein grosses Problem, die eindrücklichen Tiere aufzufinden.Etwas mehr Geduld und Vorsicht brauchte es, um auf Fotodistanz zu den Tieren zu kommen.

Die mächtigen Moschusochsen kann man schon von weit entfernt aufspüren.

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Die ursprünglich aus Grönland wiederangesiedelten Tiere sind heute die Hauptattraktion im Dovrefjell Nationalpark

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Die Eltern stehen stets an der Seite der Jungtiere

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Polarfüchse

Seit etwas mehr als zwei Wochen bin ich nun in Norwegen und habe schon unglaublich viel gesehen und erlebt. In diesem Blogeintrag möchte ich die Bilder von meinem bisherigen Highlight zeigen.

Ein verlängertes Wochenende nutzen wir um den Dovrefjell Nationalpark zu besuchen. Mein Ziel für den Ausflug stand von Anfang an fest: Ich wollte versuchen Polarfüchse zu finden und fotografieren. Nachdem der erste Tag für die Anreise und das Einrichten des Camps drauf ging, wollte ich den zweiten Tag voll und ganz der Wildlife Fotografie widmen. Also klingelte um 5:00 der Wecker und die grosse Suche ging los. Die Moschusochen konnte ich rasch finden und auch fotografieren, aber wie schon erwartet konnte ich anfänglich keine Spuren von Polarfüchsen finden. Also widmete ich mich den Moschusochen und hatte die Hoffnung auf Polarfüchse bereits beinahe aufgegeben. Auch das Warten vor einem vermeidlichen Polarfuchsbau blieb erfolglos. Dann jedoch berichteten mir zwei Mitstudierende, dass sie einen Polarfuchsbau gefunden haben. Wieder voller Motivation habe ich den Ort aufgesucht und dort auf die Tiere gewartet. Die doch schon recht kalten Temperaturen und der starke Wind machten das Warten zu einer Tortur. Auf einmal jedoch konnte ich in meinem Augenwinkel etwas entdecken: Ein Polarfuchs schaute aus seinem Bau. Mit Vorsicht konnte ich die ersten Bilder machen und die Polarfüchse haben sich schnell an meine Anwesenheit gewöhnt.

Ein adulter Polarfuchs vor seinem Bau.

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Auch ein Jungtier zeigte sich für längere Zeit.

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Als das Licht dann immer schlechter wurde und ich beinahe durchgefroren war, bin ich erschöpft aber überglücklich zu unserem Camp zurückgekehrt. Was für ein Tag!